Rumgeschlaue über Web und die Welt

Stuttgart 21: Verhältnismäßigkeit

Ich will und kann das nicht kommentieren, die Bilder sprechen für sich. Nur soviel: Wo waren da die gewalttätigen Demonstranten? Ich sehe nur gewalttätige Polizisten jenseits jeglicher Verhältnismäßigkeit.

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Stuttgart 21: Unterlassene Hilfeleistung

Wer immer noch glaubt, es sei in Stuttgart gegen Chaoten gegangen und dass die Polizei da auch nur unter den Handlungen der Politiker zu leiden hat und eigentlich nichts dafür kann (und ähnliches Gewäsch), der sollte sich mal genau diesen Augenzeugenbericht durchlesen, der davon handelt, wie die “Ordnungskräfte” einem Mann der möglicherweise in Lebensgefahr geschwebt hat, nicht geholfen haben. Keiner. Und auch noch pampige Antworten geben. Von wegen “Freund und Helfer”…

Einzige Reaktion kann eigentlich nur eine sofortige Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung sein. Dummerweise müssen Polizisten bei uns ja immer noch nicht durch ein eindeutiges Erkennungsmerkmal identifizierbar sein.

Da werden ganze bislang friedliche Bevölkerungsschichten durch die Konfrontation mit Staatswillkür potentiell radikalisiert.

Wenn ich dann noch höre, wie ein Sprecher der Polizeigewerkschaft auf SWR3 behauptet, eine Sitzblockade sei Gewaltanwendung, dann könnte ich kotzen und frage ich mich für wie blöd die uns halten. Übrigens hat bereits das Bundesverfassungsgericht eindeutig festgestellt, dass dem nicht so ist. Das mag so ein Typ, und die Politiker, die ins selbe Horn stoßen, natürlich nicht gern hören, denn das lässt seine schöne Argumentationskette zusammenbrechen.

Update: Er stellt Strafanzeige und sucht Zeugen

Rumschlauen bei Twitter

Rumschlauen kann man jetzt auch bei Twitter verfolgen. Ich integriere hier gerade ein Addon, um die Links zu neuen Artikeln automatisch zu zwitschern.

Weiterhin will ich mal sehen, wie man Tweets im Gegenzug hier integrieren kann.

Watch this Space.

Update: Addon eingebaut, zusätzliche letzte Tweets rechts in der Seitenleiste. Dabei kommts natürlich zu Doubletten, weil die Artikellinks hier wieder auf Twitter auftauchen, aber so ist das nunmal… :)

Stuttgart 21: “Provokateure einschleusen”

Im Tagesspiegel gibt es ein Interview mit dem Schriftsteller Wolfgang Schorlau, der die Protestbewegung und den Widerstand gegen Stuttgart 21 unterstützt. Das folgende Zitat muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen (Hervorhebung von mir):

Durch meine Arbeit als Krimiautor habe ich gute Kontakte zu Polizisten. Aus diesem Umfeld habe ich Hinweise erhalten, dass es im Innenministerium Überlegungen geben soll, Provokateure einzuschleusen, die Gewalttaten begehen, die man den Demonstranten in die Schuhe schieben kann.

Wenn das keine Stasi-Methoden sind, dann weiß ich es nicht mehr. Unfassbar.

Willkommen in der “DDR 2.0″!

Hier der Link zum vollständigen Interview.

Bild: Wolfgang Schorlau, aus der Wikipedia

Rewe und Penny: Kassenbon, nein danke!

Umweltschutz also. Aha. Zumindest ist es das, was Penny und Rewe vorschieben, wenn sie sich erdreisten, an Kunden an der Kasse Kassenbons nur noch auf Nachfrage heraus zu geben. Wie ich jetzt darauf komme? Einfach: heute morgen in einem Artikel auf Telepolis entdeckt.

Wie jetzt? Der ganze Laden bis an die Decke voll mit Verpackungsmüll (in dem zugegebenermaßen auch noch Waren sind, aber das ist bekannterweise temporär) und die wollen keine Kassenzettel mehr heraus geben, um die Umwelt zu schützen? Um mal Atze Schröder zu zitieren: “Ja, ne, is’ klar…”

Wie auf Telepolis bereits korrekt vermutet, dürfte es eher darum gehen, die eigene Brieftasche zu schützen, wenn Kunden verdorbene oder defekte Ware aufgrund des fehlenden Kassenzettels nicht mehr reklamieren können.

Auf der anderen Seite (und das ist ein Gedankenspiel, keine Aufforderung zum Begehen von Straftaten): könnte man sich dann nicht einfach die Taschen mit Kram vollstopfen und auf Nachfrage behaupten, das habe man gekauft? Nein, einen Kassenbon habe man nicht bekommen…

Zudem: es gibt eine Fehlerquote bei Scannerkassen, hierzu liegen unterschiedliche Aussagen vor, sie soll immerhin zwischen vier und sechs Prozent liegen – erstaunlicherweise meist zu Ungunsten des Kunden. Bei den Umsätzen von Penny und Rewe kann man sich leicht ausrechnen, was da an zusätzlichem Reibach zusammen kommt – umso mehr, wenn der Kunde nun mangels Kassenbon überhaupt nicht mehr die Möglichkeit zur Kontrolle hat.

Bezeichnend auch, dass die Kunden in den betroffenen Geschäften überhaupt nicht auf die neue Handhabung hingewiesen werden und wenn sie dann nach dem Kaufbeleg fragen als Antwort bekommen: “nu isses zu spät!”

Ich würde vorschlagen, dass man ab sofort nicht nur ausdrücklich nach Kassenbons fragt, sondern sich zudem bei Kartenzahlung die Bedingungen auf dem ausgedruckten Handtuch vollständig durchliest und eine Kopie verlangt. Ja, es trifft die Kassiererinnen, die nix dafür können (deswegen auch lieb zu denen sein), aber zum einen haben die nunmal den direkten Kundenkontakt und zum anderen man kann sich bei einer Weigerung oder Diskussion schnell den Geschäftsführer oder Filialleiter kommen lassen. Wenn der dann da ist kann man auch mal die Stimme erheben… :o)

Bild: Kassenbon, aus der Wikipedia, Public Domain