Im Zuge der von unserem Staat und unseren Behörden künstlich geschürten Terrorangst im Zuge von 9/11 wurden unsere Bürgerrechte über die letzten zahn Jahre massiv beschnitten, erst kürzlich wurden die Terrorgesetze erneut verlängert, ohne dass es tatsächlich einen nachvollziehbaren Anlaß dafür gab. Wenn hierzulande mal islamistische Terroristen gefasst wurden, dann handelte es sich um Napfsülzen, die im Dunkeln ihren Hintern nicht gefunden hätten und die nur deswegen zu Märtyrern geworden wären, weil sie sich mit ihren Stümperbomben aus Versehen selbst gesprengt hätten.
Umso erschreckender ist es, dass trotz all dieser Maßnahmen die Nazi-Terroristen nicht nur nicht gefunden wurden, sondern auch noch offenbar von V-Männern durchsetzt waren, und damit offenbar dem Verfassungsschutz eine Mitschuld zugerechnet werden muss, er also ein Teil des Problems ist – statt seine Lösung, wie es sein sollte. Quis custodiet ipsos custodes?
Wenn dann noch ein Innenminister Friedrichs (ja, genau der, der den Bundestrojaner trotz aller Illegalität desselben so vehement verteidigt) in den Tagesthemen mit einer unbeschreiblichen Arroganz verkündet, er “sehe keine Fehler bei der Überwachung der rechten Szene in Deutschland” (das Video mit dem Interview wurde bei tagesschau.de interessanterweise inzwischen entfernt), dann muss man sich fragen, in welchem Universum der lebt, oder wie groß die Dreistigkeit ist, uns solche Aussagen aufzutischen? Hatte man derart mit eingebildeten Muselmanen zu tun, die mit Sylvesterböllern hantierten, dass man die Machenschaften der Nazis einfach mal übersah? Trotz all der zahllosen Bürgerrechtseinschränkungen und der Milliarden, die für Terrorprävention aus dem Fenster geworfen wurden?
Nur weil man auf dem rechten Auge blind ist?
Ganz großes Kino!
Und heute kommt natürlich sofort einer der üblichen Schlaumeier und verkündet besserwisserisch, dass das alles mit der Vorratsdatenspeicherung natürlich nicht passiert wäre. Und wer ist es mal wieder? Richtig: der Uhl. Ich hatte schon darauf gewartet, welcher Bürgerrechtefeind mit dem Thema in diesem Zusammenhang als erster aus der Höhle kommt. Dass es der unsägliche Uhl ist und mit dem unsäglichen Uhl einer aus der CSU (und damit ein Parteikumpel von Friedrichs) ist wundert mich nicht im Geringsten.
Man sollte all diesen Verfechtern der Vorratsdatenspeicherung allerdings mal eine Frage stellen: Der weitaus größte Teil der Verbrechen der Nazi-Terroristen ist begangen worden, als wir noch eine Vorratsdatenspeicherung HATTEN. Und trotzdem konnten sie von den Behörden völlig unbehelligt weiter machen. Wie passt das zusammen, frage ich die Herren Uhl und Friedrichs (und diesen ständig Dampfblasen absondernden Obermurkel von der Polizeigewerkschaft gleich mit)?
Eben: Gar nicht!
Bild: Logo des Bundesamtes für Verfassungsschutz, gemeinfrei





