Rumgeschlaue über Web und die Welt

Googleberg: “strafrechtlich relevant”

Ich muss noch einen nachschieben…

Da weist  zu (aber nicht von) Guttenberg doch soeben in der Fragestunde des Bundestages frech darauf hin, dass falsche Anschuldigungen gegen ihn gefährlich sind, weil sie möglicherweise “strafrechtliche Relevanz” besitzen könnten. Üble Nachrede und so.

Genauer: Trittin fragt, zu Guttenberg antwortet:

“Ich habe gesagt, der Vorwurf sei abstrus, dass die Arbeit ein Plagiat sei. Das setzt voraus, dass ich bewusst und vorsätzlich getäuscht habe.”

Er fügt hinzu, dass das nie der Fall gewesen sei. Gelächter bei der Opposition, das sich bei KaTes Nachsatz noch steigert: Die Unterscheidung habe strafrechtliche Relevanz. Und man müsse aufpassen, dass man nicht in den Bereich der “üblen Nachrede” komme…

Na das nenne ich mal eine kernige Ansage. Bloß gut, dass ich in meinem Artikel weiter unten “mutmaßlich” geschrieben habe, ich hatte mir sowas schon gedacht…

Schau’n wir mal, was die Wikipedia zur “üblen Nachrede” sagt:

Die Üble Nachrede nach § 186 StGB (D) [...] ist eine Form der Beleidigung, die sich von dieser jedoch in der Begehungsform unterscheidet. Bei der Üblen Nachrede wird insbesondere eine ehrverletzende Tatsachenbehauptung unter Strafe gestellt. Entscheidend ist, dass diese nicht “erweislich wahr” ist.
Ist die Tatsachenbehauptung unwahr und weiß dies der Täter der vermeintlichen Üblen Nachrede, so handelt es sich stattdessen um eine Verleumdung nach § 187 StGB.

Wort für Wort übernommene Formulierungen ohne Kennzeichnung der Quelle dürften nach meinem Empfinden aber “erweislich wahr” sein, oder? Sollte ein Jurist das nicht wissen?

Zum GuttenPlag-Wiki hat er auch was zu sagen:

“Es gibt dort eine nicht unerhebliche Zahl von Vorwürfen, die ich äußerst fragwürdig finde.”

Ob er da tatsächlich mal hinein gesehen hat? Ich vermute nein, denn: es gibt da keine wie auch immer gearteten “Vorwürfe”, sondern ausschließlich eine Auflistung von Textpassagen aus “seiner” Dissertation, denen die ungenannten Quellen gegenüber gestellt wurden. Für das was in den Kommentaren steht, sind die Kommentatoren verantwortlich, nicht die Betreiber des GuttenPlag. Ob in den Kommentaren tatsächlich strafrechtlich Relevantes zu finden ist, steht aber immer noch auf einem anderen Blatt und muss erst festgestellt werden – zur Not durch Richter, falls der Freiherr den Betreibern des Wikis seine Anwälte auf den Hals hetzt. Was aber der endgültige Netz-Selbstmord sein dürfte…

Mit dem Rücken an der Wand verlegt sich der Freiherr nun also aufs Drohen. Sauber…

Darth Mappus ist dagegen!

Wir erinnern uns an den dicken untersetzten Mappus von der BaWü-CDU? Ja genau, das ist der, der in Stuttgart selbstverständlich NICHT knüppelnde Polizisten auf friedliche Demonstranten gehetzt hat. Sowas kann ja bei uns nicht vorkommen, nur in Ägypten, weswegen die CDU (vertreten durch Mama Merkel) das ja auch folgerichtig verdammt. Dieselbe Merkel übrigens, die Mubarak im letzten Jahr noch als “guten Freund” auf deutschem Boden begrüßt hatte…

Aber zurück zum Thema. Der Mappus (der bedauerlicherweise denselben Vornamen trägt wie ich – kann ich ihn eigentlich wegen Rufschädigung verklagen? Vermutlich nicht) wirft den Grünen ja immer wieder vor, eine “Dagegen-Partei” zu sein, weil sie nicht nur ihrem demokratischen Auftrag als Opposition nachkommen sondern auch noch eines ihrer Kernthemen vertreten (falls sich jemand nicht mehr erinnern kann, ist ja auch schon ziemlich lange her: Natur und Umweltschutz).

Dabei ist er doch selbst der “Dagegen-Mappus”…

YouTube Preview Image

Kleine Anekdote am Rande: Spiegel Online und die Kommentare

Spiegel Online schreibt ja so einiges. Unter anderem derzeit natürlich auch einiges zum Thema “Stuttgart 21″. Selbstverständlich bietet man seinen Lesern wie es heutzutage Usus ist auch eine Kommentarfunktion, diese beruht auf der Forensoftware VBulletin.

Soeben wollte ich einen Kommentar verfassen, das kann man allerdings erst nach vorheriger Registrierung. Gut, dagegen habe ich grundsätzlich erstmal nichts, außerdem verfüge ich über Emailadressen speziell für solche Anmeldungen.

Verwundert war ich aber doch, als mir die Software meldete, die eingetragene Emailadresse sei bereits registriert. Hm. Ich konnte mich nicht entsinnen, mich bereits bei Spiegel Online angemeldet zu haben, aber das heißt nichts, ich kann mich nun wirklich nicht an jede dieser Anmeldungen erinnern. Na denn, die Alternative bestand wie üblich darin, sich sein Passwort erneut zuschicken zu lassen, bzw. es zurück zu setzen.

Als ich das dann versuchte (mit derselben Emailadresse wie eben, natürlich), bekam ich als Fehlermeldung “Diese Emailadresse ist uns nicht bekannt”.

Aha.

“Wenden Sie sich an den Webmaster.” – Das habe ich dann mal gemacht. Bin gespannt auf die sicherlich erschöpfende Antwort… :o)

[Update:] Antwort erhalten. Siehe Kommentare…

Westerwelle souverän wie immer vor der UNO…

Tja, Westerwelle, das kommt davon, wenn man sich seine Reden von Drittfraggles schreiben lässt und sie vorher nicht liest. Oder nicht versteht. Oder beides.

Und der vertritt uns als Außenminister… (/facepalm)

YouTube Preview Image